#12 - Visionen statt Mangelverwaltung – Wie die Kirche zum Quartiersentwickler wird

Shownotes

In dieser Podcast-Folge diskutieren die Geschäftsführer Michael Benthack und Kris Heitmann über die zukunftsfähige Entwicklung kirchlicher Grundstücke und Immobilien. Sie erläutern, wie sie mit bauwerk KIRCHLICHE IMMOBILIEN soziale Wohnprojekte, Kitas und Begegnungsstätten auf den Weg bringen und Grundstücke und Immobilien transformieren, um Antworten auf moderne städtische Fragen zu geben. Ein zentrales Beispiel ist das Trinitatis Quartier in Hamburg, welches als Leuchtturmprojekt für Stadtreparatur und gemeinschaftliches Leben dient. Die Experten betonen dabei die Notwendigkeit von Mut zum wirtschaftlichen Risiko und die Bedeutung von Fachkompetenz bei der Umwandlung kirchlicher Gebäude. Sie plädieren dafür, den Transformationsprozess der Kirche als Chance für visionäre Inhalte statt reiner Mangelverwaltung zu begreifen.

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00:00:03: Unter Nachbarn.

00:00:05: Hier geht's

00:00:05: ums Bauen, Wohnen und Zusammenleben mit unterhaltsamen Gästen spannenden Geschichten und praktischen Tipps für alle die Mieter, Vermieter oder Eigentümer sind.

00:00:15: Das ist der Podcast des evangelischen Immobilienverbandes Deutschland eID.

00:00:24: Wenn wir an kirchliche Immobilier denken haben viele von uns sofort ein Bild vor den Augen eine Kirche Ein Gemeindehaus vielleicht noch ein Pfarrhaus.

00:00:33: Aber was wäre, wenn genau diese Orte viel mehr sein könnten?

00:00:37: Orte an denen neue Wohnungen entstehen.

00:00:40: Kitas Begegnungsräume oder ganze Quartiere vielleicht und damit Antworten auf einige der drängendsten Fragen unserer Städte.

00:00:48: Genau darum geht es heute.

00:00:49: Wir sind heute mit unserem kleinen Podcaststudio in Hamburg zu Gast wo mit Bauwerk kirchlicher Immobilien seit Jahren daran gearbeitet wird Kirchliche Gebäude und Grundstücke nicht nur zu erhalten, zu verwalten sondern sie zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

00:01:06: Ich freue mich sehr auf zwei Herren die diese Entwicklung schon seit vielen Jahren maßgeblich mitgestellten.

00:01:11: herzlich willkommen Michael Bentag und herzlich willkommen Chris Heidmann.

00:01:16: Sie sind die Geschäftsführer von Bauwerkkirchliche Immobilien.

00:01:19: schön dass ich heute bei Ihnen sein darf.

00:01:22: Ja vielen Dank.

00:01:22: wir freuen uns auch das Sie bei uns sind.

00:01:26: Ich könnte Sie beiden jetzt natürlich vorstellen und dabei wichtige berufliche Station Ihres Lebens auflisten, aber viel spannender finde ich zu erfahren wie sie sich gegenseitig sehen.

00:01:36: Deshalb würde ich vorschlagen wir tauschen einfach mal die Rollen Herr Bentag Sie stellen bitte Herrn Heidmann vor und danach revanchiert sich Herr Heidman bei Herrn Bentak.

00:01:44: mich würde dabei besonders interessieren was macht den anderen Menschen aus als Geschäftsführer vielleicht auch als Privatperson?

00:01:50: warum ist es gut dass er genau an Ihrer Seite?

00:01:54: Wo ergänzen sie sich und wo reiben Sie sich?

00:01:57: Ja, vielen Dank für die Frage.

00:01:59: Herr Hatmann ist in unserem Team der absolute Ruhe, Paul.

00:02:03: Wenn ich immer eher ein bisschen hektisch durch die Gegend hüpfe und zwar viele Ideen habe, stellt er für mich immer die richtige Nachfrage.

00:02:09: Korrigiert das oder denkt Kirche weit über die Gebäude hinaus?

00:02:13: Hier haben wir es eingangs schon gesagt Wir haben die Aufgabe, Kirche über Gemeinderhaus-, Fahrhaus- und dem Ort weiter herauszudenken Und genau das ist eine Qualität, die er halt mal an den Tag setzt.

00:02:26: Das ist nicht nur so dass wir bauen wie erfinden Projekte und da ist ein ganz wichtiges Wichtig und zukunftsweisender Geist bei uns.

00:02:34: Privat ist bei ihm Sport ein wichtiger Motor Segel, Radfahren, Schwimmen, gesundes Leben und dabei genießen Café Italien und Zeit für die Familie Insgesamt ein verlässlicher Partner als Kollege und darüber hinaus Korrektiv meiner Unruhe, würde ich sagen.

00:02:52: Sehr schön!

00:02:53: Wo reiben Sie sich gelegentlich?

00:02:55: Manchmal hätte ich es gerne ein bisschen schneller und ein bisschen ungeduldiger und dann reiben wir uns auch mal aber wir finden zusammen immer einen guten Weg.

00:03:04: Ja das klingt doch hervorragend.

00:03:06: Herr Heidmann wie ist denn Herr Bentak so?

00:03:09: Ja schnell is er manchmal auch zu schnell andere Kollegen haben oftmals Probleme hinterherzukommen Aber er wirklich ein sehr schneller, sehr kreativer Geist ist.

00:03:21: Er hat das selber mal beschrieben um seinen Kopfschwirren so lauter Satelliten als Ideen.

00:03:26: die fliegen alle um ihn herum und ab und zu pickt sich da eine raus und arbeitet damit weiter.

00:03:31: Das Bild finde ich ganz gut weil so kommt mir das auch vor.

00:03:34: Also er hat sehr viele Ideen weit über den Tellerrand hinaus Was uns im Bauwerk auch wirklich gut voran bringt.

00:03:41: also ich glaube dass es das was uns ausmacht immer dynamisch weiter mit kreativen Ideen arbeiten, Bauwerk weiterentwickeln.

00:03:48: Nicht bei dem bleiben was wir gerade machen sondern das spielerisch weiter entwickeln.

00:03:53: und da spielen uns die Bilder sehr gut hin und her und wir sind ja jetzt beide schon sechzehn Jahre im Bauwerk dabei und hatten also auch viel Zeit uns kennenzulernen und kennen uns sehr gut.

00:04:04: Also wir müssen uns auf viele Termine gar nicht mehr vorbereiten weil wir schon wissen wer sagt was zu welchem Thema.

00:04:11: Ja, Michael Benntag ist für mich eine sehr gute Ergänzung in all diesen kaufmännischen Bereichen.

00:04:16: Also wenn es auch um die Verwaltung der Immobilie geht und den Haushaltsplan oder im Jahresabschluss geht, dann bin ich ganz froh dass ich ihn an meiner Seite habe weil das ist noch nicht mein Schwerpunkt und da ist er auch deutlich besser unterwegs.

00:04:29: Wir haben jetzt einige Stichpunkte schon zu Ihren Hobbys bekommen.

00:04:32: Kennen Sie denn auch die Hobbies von Herrn Benntach?

00:04:35: Ja, die sind so ähnlich wie seine Satelliten sehr vielzählig.

00:04:38: Also wenn ich überlege was ich so mitbekommen habe in den letzten Jahren an Hobbys... da weiß ich gar nicht ob ich die alle aufgezählt bekomme.

00:04:45: also ich erinnere mich an Drechseln.

00:04:46: das war mal eine sehr intensive Phase gab es drei D-Druck dass auch Brotbacken ist immer intensiv

00:04:52: kochen

00:04:53: Kaffee.

00:04:54: die Leidenschaft teilen wir.

00:04:55: Radfahren macht ja auch sehr gerne fotografieren natürlich ganz ganz wichtig.

00:05:01: Also sehr, sehr vielfältig.

00:05:03: Na ja vielleicht kommen wir zu den Leidenschaften später noch.

00:05:07: ich weiß nicht ob Sie es wussten aber wir haben eine kleine Tradition.

00:05:10: Wir starten mit einem beziehungsweise in dem Fall zwei Gäste Zwei Glückskeekse.

00:05:15: Ich würde sie bitten ein von den Glückskeksen zu öffnen und die Weisheit die sich dahinter verbirgt zu interpretieren.

00:05:23: Abenteck fangen wir vielleicht mit ihnen mal an.

00:05:28: Genieße jeden Augenblick denn dann hast du Freude Und ich kann tatsächlich jeden Augenblick im Büroleben genießen, weil ich das ungemein befriedigend finde.

00:05:40: Dass wir das was wir tun für uns selber tun also für uns als Kirche und nicht für irgend ein der damit sein Rentenportfolio bedient oder eine Bank die in Form bedienen muss sondern tatsächlich für uns.

00:05:50: Es ist für jedes Objekt immer wieder ne neue Freude und ich kann es total genießen darauf hinzuarbeiten aber auch fertigzustellen.

00:05:56: Super!

00:05:57: Dann passt das ja wunderbar der Klücks-Gigs um.

00:05:59: bei Ihnen Herr Heidmann?

00:06:00: Bei mir steht drauf, sie sind momentan unschlagbar.

00:06:04: Finde ich auch sehr schön!

00:06:06: Wir haben bei unserem Bauwerk einiges an Strukturen verändert im letzten Jahr und das funktioniert sehr gut macht mir gerade viel Freude weil das Arbeiten läuft gerade also wirklich hervorragend mit dem gesamten Team.

00:06:18: Das ist so ein bisschen das Gefühl wir sind momentange unschlagba.

00:06:23: Ich

00:06:25: habe ja so als kleines Hobby den Triathlon und beim letzten Triathlon habe ich einen Armband bekommen.

00:06:30: Das habe ich jetzt ein Jahr lang getragen, bis es abgefallen ist.

00:06:34: Am nächsten Wochenende ist der nächste Triathlon – da vermute ich mal kriege ich wieder eins – und auch dem stand Jure Anstappelbüll.

00:06:39: das ist so ein bisschen wie du bist unschlagbar.

00:06:42: Super!

00:06:42: Dann drücken wir schon die Daumen für nächste Woche.

00:06:45: Lassen Sie uns einsteigen.

00:06:47: Kirchliche Immobilien gibt es ja viele in Deutschland Aber Bauwerkkirchliche Mobilien gilt als Vorreiter, wenn es um die Entwicklung.

00:06:56: Kirchlicher Standorte kann man ja sagen geht vielleicht ganz kurz oder vielleicht auch gerne ein bisschen länger.

00:07:03: wofür steht Bauwerk und welche Aufgaben haben sie sich selbst gegeben?

00:07:08: Ja, bauen was Menschen zusammenbringt ist ein Motto, das wir auf unserer Homepage haben.

00:07:12: Ich glaube es ist ein ganz wichtiger Motivator für uns – für alle Schichten der Gesellschaft.

00:07:17: Entwickelbauen verwalten ist der Untertitel vom Bauwerk.

00:07:20: Das heißt, wir nehmen die Objekte in Bestand und wollen sie langfristig erhalten.

00:07:25: Wir glauben dass wir die Grundstücke, die wir bekommen haben als Generationsversprechen auch in eine Zukunft zu tragen haben.

00:07:32: die Mitglieder der Kechensteuerzahler zurückgeht heißt das noch lange nicht, dass wir dieses einfach aufzugeben haben.

00:07:38: Dann muss so eben eine andere Nutzung her und wenn in hundert Jahren etwas Neues gebraucht wird ist das Grundstück immer noch da?

00:07:46: Vielleicht muss man die Organisation auch kurz beschreiben.

00:07:49: Sie gehören ja dem Kirchenkreis Hamburg-West-Süd-Holstein an.

00:07:54: vielleicht können sie kurz beschrieben wie diese Organisation in der Organisation funktioniert oder wie die Idee dazu kam.

00:08:03: Ja, also wir sind ein Werk des Kirchenkreises.

00:08:06: Das heißt, wir sind eine unsebständige Einrichtung, keine GmbH oder Ausgründung sondern wir sind eins zu eins Kirchen Kreis.

00:08:14: Wir sind ein Team aus sechzig Personen inzwischen.

00:08:17: Wir kommen aber aus einer Zeit... Also vor zwanzig Jahren waren die ersten Anfänge im Bereich Projektentwicklung im Kirchenkreis.

00:08:24: Da war der Kirchen-Kreis selbst erst frisch fusioniert aus vier Kirchen kreisen Und da haben das im Prinzip zwei Personen betrieben, als wir eingestiegen sind.

00:08:33: Da waren wir in zwei gute Handvolle, ich würde mal sagen zehn Personen in allen Bereichen zusammen und sind also rasant gewachsen, haben drei Bereiche fusioniert.

00:08:42: daraus ist letztlich Bauwerk entstanden.

00:08:45: Ja und Bauwerk verhält sich ein bisschen wie eine GmbH oder wie einen Wirtschaftsbetrieb.

00:08:53: Wir haben den Aufsichtsrat, wir haben einen Wirtschaftsprüfer.

00:08:58: Ja, wir sind ein wirtschaftlich handelnder Betrieb kann man schon sagen auch wenn wir uns selbstständig sind.

00:09:04: Damit man sich ein Bild machen kann der Kirchenkreis Hamburg-West Süddeutschstein ist ziemlich groß also haben sie auch viele Immobilien viele Grundstücke zu verwalten und weiterzuentwickeln.

00:09:15: haben Sie Zahlen parat dass das ein bisschen versinnbildlicht wie groß eigentlich diese Aufgabe ist?

00:09:22: es können sich glaube ich viele nicht vorstellen.

00:09:24: Das, was wir verwalten ist zum Großteil das Vermögen der Kirchengemeinden.

00:09:29: D.h.,

00:09:29: die Grundstücke und Immobilien der Kirchengemeinden.

00:09:32: Je nach Zielweise sind das zwischen fünfhundert- und siebenhundertfünfzig verschiedene Immobilie.

00:09:39: Was zur Bauwerk gehört, sind in etwa zwanzig Immobilier, die wir so selber entwickelt haben gebaut haben.

00:09:45: Als Bauwerk gegründet wurde gab es da Vorbilder?

00:09:48: Ja, es gab den Auffänger im Kirchenkreisten Diendorf.

00:09:53: Kirchenkreise des Kirchen Kreises Hamer-Gressel-Holstein.

00:09:56: Da wollte eine Kirchengemeinde ein Grundstück verkaufen und brat um Kirchenaufseltige Niemigung, und war glücklich über den zerzielten Kaufpreis.

00:10:03: Und am Ende des Tages ist der Kaufprei aber dann ins Doppelte verhandelt worden und ein Pastorat gab es quasi umsonst dazu.

00:10:10: Und da hat sich der Kirchenreis gefragt ob das richtig ist dass wir mit ohne Fachexpektive an diesem Thema Grundstuck eigentlich arbeiten können und nämlich andere unsere Fündel weg.

00:10:20: Und mit der Idee ist man dann losgegangen und hat sich überlegt, was andere können müssten wir auch können.

00:10:26: Wenn andere damit Geld verdienen können, müssen wir damit auch Geld verdient

00:10:28: werden.

00:10:29: Nun ist die Idee ja nicht unbedingt eine Idee, die überall realisiert wird?

00:10:34: Also man könnte ja denken... Die Problemfelder sind ziemlich gleich in den Kirchen, das wäre ja der ideale Abbild dessen, was man ja verändern will.

00:10:45: ich sage nur das große Thema Transformationsprozess aber dennoch immer noch Vorreiter und einer der wenigen, die das so machen oder?

00:10:52: Warum ist es so?

00:10:54: Ich glaube wenn man auch Mut braucht.

00:10:56: Also ich glaube schon dass das was wir machen ziemlich überall auch kopierbar wäre.

00:11:02: Ich war mal auf einer Veranstaltung, ich weiß nicht mehr welche.

00:11:06: Auf jeden Fall in den neuen Bundesländern und da ging das auch um die Frage kann man sowas eigentlich übertragen, kann man das nicht übertagen?

00:11:12: und da ist ein Projekt vorgestellt worden dort vor Ort Und wir haben bisher immer gesagt, naja das geht eigentlich für uns.

00:11:21: nach unserem Verständnis funktioniert es nur gut in Hamburg weil wir hier entsprechende Mieten auch erzielen können um damit auch Erträge zu erwirtschaften und dass ist eigentlich so die Voraussetzung.

00:11:30: Bei dem Termin habe ich aber gelernt ne das funktioniert auch an anderen Stellen weil's zum Beispiel in ländlichen Regionen ganz andere Förderkulissen gibt die dann auch wieder ähnliche Projekte ermöglichen.

00:11:40: Das war für mich ein großes Aha-Erlebnis.

00:11:43: von daher würde ich sagen übertragbar ist das eigentlich in alle Richtungen Und der Unterschied muss dann meiner Meinung nach der Mut sein, auch ins Risiko zu gehen.

00:11:51: Weil natürlich steckt wirtschaftliches Risiko dahinter und ich brauche die Bereitschaft einer Synode dafür entsprechend Gelder aufzunehmen.

00:12:00: Das tun wir ja im erheblichen Umfang.

00:12:03: Wie würden Sie Alleinstellungsmerkmale bezeichnen?

00:12:06: Was ist das Besondere

00:12:07: an Bauwerk?

00:12:08: Alleinstllungsmerkmal also gegenüber der freien Wirtschaft würde ich sagen... Zum Beispiel... ...das Netzwerk dass wir haben.

00:12:16: Die Idee ursprünglich war ja mal Erträge zu erwirtschaften, die Kirche von Kirchensteuer unabhängiger machen.

00:12:23: Aber schon bei den ersten Projekten erkennt man das es zwar auch im Ertrag geht aber im Wesentlichen ja auch um Leben unter dem Kirchturm.

00:12:31: also es geht um kirchliches Leben an kirchlichen Standorten Sozial-Diakonische Nutzung.

00:12:37: dafür brauche ich einfach ein breites Netzwerk und die entsprechenden Partner um das zu realisieren zum Beispiel auch Stiftungen die einen unterstützen.

00:12:46: Das unterscheidet uns glaube ich, das ist ein Alleinstellungsmerkmal.

00:12:50: Das könnte glaube ich jemand außerhalb Kirche nicht unbedingt mitbringen dieses Verständnis.

00:12:56: welche Nutzung kommen in Frage, welche Nutzer kommen in frage und welche Partner stehen dafür zur Verfügung?

00:13:02: Dann gibt es ja auch eine Besonderheit die vielleicht muss ich ganz kurz auswohlen.

00:13:05: der EED hat seine Mitgliederversammlung hier bei Bauwerk kirchlich immobilierend gemacht.

00:13:08: wir waren zu Gast und gestern hatten sie die Projekte Bauwerk als Institution, als Organisation vorgestellt und auch die Besonderheit noch mal dargestellt.

00:13:22: Dargestellt dass eine langfristige Projektentwicklung ohne Vorfinanzierung durch die Kirchgemeinden möglich ist?

00:13:27: Das ist ja auch so ein Ding!

00:13:29: Die Projektentwirkung bei Bauwerk-Kirchenmobilien wird quasi vorfinanziert.

00:13:34: Kirchengemeinten können ohne Risiko sagen ich habe einen Grundstück und möchte das entwickeln Und der dann zu finden Investor trägt das Projektentwicklungsrisiko in Anführungszeichen und bzw.

00:13:44: die Projektentwirkungskosten, da in der Regel Bauwerk die Projekte auch umsetzt tragen wir die Kosten später mit dem Projekt selber.

00:13:50: Die Kirchengemeins sind völlig frei.

00:13:52: scheitert die Entwicklung aus Baurechtsgründen oder aus finanziellen Gründen Dann tricht Bauwerk das Risiko und die Kosten dafür Und ich glaube, das ist ein gutes Angebot für unsere Kirchengemeinden.

00:14:02: Das ist auch besonders!

00:14:04: Jeder freie Projektentwickler würde sich immer bezahlen lassen auf deinem Projekt Scheitert weil er es ja beauftragt worden diese oder jene Idee zu verfolgen und das hat in den Kirchengemeinden auch viel Verständnis gesorgt sich so einem Prozess anzudienen.

00:14:18: damit es aber auch klar ist In beiden Seiten schließen wir tatsächlich richtige Verträge mit den Kirchen gemeinten ab um Rechte und Pflichten genau zu definieren.

00:14:27: Aber ich glaube, das ist ein riesengroßer Vorteil.

00:14:31: Weil sonst die Kirchgemeinden sich diese Projektentwicklung eben nicht trauen würden oder gar nicht erst auf den Weg machen, weil sie durch die privaten Projektentwickeln schon Kosten entstehen, mit denen Sie wahrscheinlich gar nichts zurechtkommen würden?

00:14:45: Das ist ja tatsächlich auch so!

00:14:46: Also wenn wir gucken was wir für Vorlaufkosten haben je nach Projektgröße geht es ja schnell mal in die Millionen.

00:14:53: Also das hat ja keine Kirchen, meine Liegen.

00:14:55: Sondern die Kirchengemeinden kommen ja zu uns weil sie ein Problem haben mit ihren Immobilien und nicht weil sie Geld haben dass sie gerne investieren würden.

00:15:01: Wir sprechen auch von vielen vielen Jahren eines Prozesses, gell?

00:15:05: Von der Entwicklung bis zum... Ja

00:15:06: also früher habe ich immer gesagt eine Projektentwicklung dauert so zwischen drei und vier jahren also bis es dann in den Bau übergeht.

00:15:13: aber wir haben auch Projektentwirkungen die also das Vierfache gedauert haben an Zeit

00:15:18: eben genau.

00:15:20: Also aus dem Verwalten wird jetzt für die Kirchen ja viel entwickeln.

00:15:25: Wir wissen, dass ein Großteil der Immobilien oder auch Grundstücke aber in Assas Linie sind sehr Immobilian eben in Zukunft nicht mehr finanziert werden können.

00:15:34: man sucht neue Nutzungsmöglichkeiten Aber auch Grund Stücke sind da, die weiter entwickelt werden müssen.

00:15:40: also es verändert sich gerade im Prinzip auch die Rolle der Kirche selbst.

00:15:46: Man wird zum Quartiersentwickler.

00:15:48: Diese Aufgabe übernehmen Sie dann im Prinzip.

00:15:51: Wie spüren sie die Bereitschaft in der Kirche, da auch wirklich was tun zu wollen?

00:15:56: Ich glaube es gibt zwei Motivaturen.

00:15:58: Einmal ist tatsächlich der finanzielle Druck vorhanden sich zu verändern und die Wahrnehmung sickert so langsam auch in die Kirchengemeinderäte ein.

00:16:06: man darf nicht vergessen das sind alles ehrenamtliche Mitglieder die sich einmal im Monat in der Regel zu einem bestimmten Themenkomplex treffen und das dauert seine gewisse Zeit bis solche Prozesse abgeschlossen sind.

00:16:17: Und zum anderen ist glaube ich wichtig, dass die Orte ja nach wie vor Kirche sein können.

00:16:20: Also wenn wir ein Wohnprojekt bauen und da ein Frauenhaus entstehen einen Frau voll gewohnt oder ein diakonisches Wohnproakt dann ist das auch Kirche!

00:16:29: Wir können eben an vielen Standorten Kirche in der Stadt sichtbar machen ohne dass da ein Kirchturm

00:16:34: steht.

00:16:35: Aber jetzt kommen wir wieder auf sie zurück.

00:16:37: Der Kirche fällt ja – es kann man glaube schon so sagen – auch ein Stück weit die Kompetenz dafür.

00:16:41: In der klassischen Situation hat jeder Kirchenkreis ein, zwei, drei Architekten-Architektinnen die sich um die Bauaufgaben der Kirchengemeinden kümmern.

00:16:49: Aber da geht es um Reparatur und eine Haltung, da geht's um eine Modensierung einer Kirche mit den richtigen Farbanstrichen oder das richtige Gestaltung eines Altarbildes.

00:16:56: Da geht es aber nicht um eine weiterführende Projektentwicklung.

00:16:59: so haben viele Kirchenkreise eben zwei, dreiein Mitarbeiter sich um dieses Themen kümmern.

00:17:03: Bauwerk hat sechzig Mitarbeiter.

00:17:05: von Handwerkern bis Architektingenieur sind alle Professionen vertreten

00:17:12: Und es geht ja nicht nur darum, eine Idee zu entwickeln was kann da passieren?

00:17:16: sondern auch aufzuzeigen ist das wirtschaftlich.

00:17:18: Das heißt ich muss mich ja auch mit Finanzierungen auskennen.

00:17:21: Ich muss wissen was dafür Kosten entstehen und die Wirtschaftlichkeitsberechnung aufstellen können.

00:17:25: Das sind ja auch Kompetenzen die Kirchengemeinden nicht vorhalten können Wo wir extra Kollegen haben die nichts anderes machen als diese

00:17:33: Aufgabe.

00:17:34: Sie hätten gerade auch schon die Architekten zum Beispiel angesprochen oder die Ansprechpartner bei der Kirche, also sie arbeiten mit denen jetzt zusammen aber auch mit Stadtplanern.

00:17:40: Mit Investoren, Kommunen, Gemeinden wie gesagt mit der Kirchen sowieso.

00:17:44: das sind ja ganz unterschiedliche Perspektiven und Erwartungen.

00:17:47: dem einen geht es nicht schnell genug der andere braucht eben seine Zeit.

00:17:50: wir erleben sie das in der Praxis

00:17:52: Sehr unterschiedlich.

00:17:53: Mir geht es natürlich immer nicht schnell genug, wir erleben aber auch das zum Beispiel Stadtteilweise für Prozesse Zeit braucht.

00:17:59: Wenn wir mit einem Grundstück anfangen dann sind häufig die ersten Gespräche auch nicht nur von Erfolg gekrönt sondern man muss sich gegenseitig erst mal kennenlernen ausloaten was auf einem Grundstrück möglich ist und wir erlebten schon dass in der Entwicklung und gerade auch in der sozialen Perspektive eine Stadt deutlich weicher wird, was dann auf einem Grundstück zu umzusetzen ist.

00:18:19: Und das ist aber in jedem Bezirk in Hamburg anders.

00:18:22: Gleichzeitig finde ich der Druck wächst deutlich.

00:18:25: also durch steigende Finanzierungs- und Baukosten haben wir weniger Zeit.

00:18:30: Also je mehr Vorlauf so ein Projekt braucht desto teurer wird es, desto schwieriger es ist in die Wirtschaftlichkeit zu bringen.

00:18:36: von daher finde ich ist das schon eine der großen Herausforderungen diese ganzen Prozesse etwas zu beschleunigen.

00:18:41: Und wo gibt's die größten Missverständnisse?

00:18:43: Fällt Ihnen da was ein?

00:18:44: Das größte Missverständnis ist immer Geld.

00:18:47: Es müsste doch viel mehr für mich dabei herumkommen, wie so ist der Airport Zins oder der Ertrag so gering?

00:18:54: Wieso kostet das soviel?

00:18:56: Das wird gerne in Frage gestellt.

00:18:58: Das kann man in der Regel aufklären und manchmal bleiben wir aber auch Fragezeichen zurück.

00:19:03: Das ist schade weil was ja etwas mit Misstrauen zu tun hat.

00:19:07: Da nimmt sich jemand irgendwas weg Und ich glaube, das ist einer der großen Unterschiede.

00:19:11: auch noch zur Privatwirtschaft.

00:19:13: Wir sind hier auch Keche also es gibt ja gar nicht Dean, der aus dem großen Pot greift sondern wir sind alle das gleiche.

00:19:19: Gerade beim Thema Erbautzins ist mir nochmal eingefallen vielleicht können Sie das noch mal ganz kurz erklären?

00:19:24: Bauwerk gibt ja Erbaudzinsen ab für die Grundstücke, die gebracht werden.

00:19:30: Das ist richtig!

00:19:31: Ja, Erdbaurecht ist

00:19:32: ein

00:19:33: Verkaufen auf Zeit kann man so beschreiben.

00:19:35: Ich habe also für die Zeit in dem ich Erdbaurechtsnehmer bin, die volle Kontrolle und die Verpflichtung des Grundstückes Und dafür kriegt der eigentliche Grundstücks-Eigentümer einen jährlichen Erdbordzins.

00:19:45: Wir orientieren uns an den Bodenrichtwerten Die veröffentlicht sind und an den Erdborzinszahlungen, die die Freien Hansstadt Hamburg auch für ihre Grundstücke zur Grundlage nimmt.

00:19:53: Wir finden das ist ein gutes ausgewogenes Mittel.

00:19:56: Auch da kann es schnell Missverständnisse geben.

00:19:57: ihr müsstet mehr oder weniger zahlen je nach Perspektive Und dieses Airport-Rechtsthema hat viele Vorteile.

00:20:05: Das ist für die kirchengemeinten Japanotarvertrag verlässliches Einnahmekapital, also Sie können damit wirklich planen!

00:20:11: Ich bin der Meinung man kann damit sogar auch Personalstellen refinanzieren weil wir unsere Erbbaurechtsverträge in der Regel über hundert Jahre abschließen und das eine sehr langfristige Perspektive ist.

00:20:21: Der Vorteil beim Erbbaurechtsvertrag ist dann nach Hundert Jahren können alle Beteiligten neu überlegen was man mit diesem Grundstück macht so weiter oder ganz anders.

00:20:30: Worauf ich hinaus will ist Bauwerk gehört zwar zum Kirchenkreis, also zu den Kirchen und den Grundstücken, denen ihr eigentlich die Kirche gehört.

00:20:36: Aber Sie achten das ja im Prinzip?

00:20:38: Das wollte ich damit auch noch mal zum Ausdruck bringen.

00:20:41: Ja,

00:20:42: eine Kirche ist so strukturiert dass wir alle Körperschaften öffentliche rechts sind.

00:20:45: Die Kirchengemeinde vor Ort ist eine Körperschaft und der Kirchen Kreis ist auch eine Kölperschaft.

00:20:49: Die sind also eigenständig, eigenständige Rechtspersönlichkeiten und deswegen können sie Notarverträge untereinander abschließen.

00:20:55: Genau Wir haben es gerade schon angesprochen.

00:20:59: Gerade wenn es um Kirche geht, da hängen eben auch viele Erinnerungen, Emotionen und Identitäten an Gebäuden.

00:21:05: Das ist ja mitunter ein großes Problem zu dieser Emotion, wenn's um Gebäude geht.

00:21:09: Wie erleben Sie das?

00:21:11: Weil wir uns jetzt gerade darüber unterhalten ob wir nicht bei so etwas wie eine Trauerbegleitung bräuchten zumindest bei den Prozessen die jetzt anstehen.

00:21:18: Also oftmals sind die Gebäudes abgerissen haben, ja gar nicht ersetzlos entfallen sondern sind an anderer Stelle wieder neu entstanden.

00:21:27: Also zum Teil haben wir Pflegeeinrichtungen ersetzt die in Jahre gekommen sind.

00:21:33: Die sind dann wieder neu entstehen.

00:21:34: da gab es keinen großen Trauerprozess.

00:21:36: bei Gemeindehäusern ist das schon anders wenn man Gemeinderhaus verschwindet.

00:21:41: Da war das in der Vergangenheit aber oftmals so dass aus den Erträgen die sich aus den Entwicklungen oder aus unserem Projekt Entwicklung ergeben haben denn an anderer stelle ein kleineres modernes Bedürfnissen angepasstes Gemeinde aus wieder entstanden ist, sodass da eigentlich auch kein Trauerprozess sondern eher schon die Vision vor Augen stand und man sich darauf gefreuert auf das was da kommt.

00:22:02: Anders sieht es natürlich aus wenn zum Beispiel Kirchen oder Kapellen betroffen sind, was bei uns bisher die Ausnahme war wo wir aber ja wissen dass das auch auf uns zukommen wird, dass sich auch Kirchen in ihrer Nutzung verändern

00:22:15: werden.

00:22:17: Ich glaube mal muss die Perspektive des Trauern in einmal einnehmen, um zu verstehen was er da eigentlich gerade verliert.

00:22:23: Es ist Teil seiner Identität die möglicherweise verloren geht.

00:22:27: Darauf haben wir zumindest noch keine Antwort gefunden und ich glaube es ist ein wichtiger Prozess für die Zukunft.

00:22:32: Ich habe mal gehört das ist auch ein Teil Familiengeschichte.

00:22:34: Das fand ich ganz gut dieses Bild.

00:22:36: Gerade wenn man an eine Kirche denkt oder wenn ich jetzt an meine Heimatgemeinde denke Und weiß ja in dieser Kirche, da stand der Sack meines Großvaters.

00:22:46: Da sind die Kinder getauft und geheiratet worden.

00:22:49: Natürlich ist das tatsächlich wie die Dokumentation einer Familiengeschichte für ganz viele Familien.

00:22:55: Wie könnte denn so ein Trauerprozess aussehen?

00:22:58: Ich kenne mich als weniger damit aus aber...

00:23:01: Also an diesem Standort, in dem wir uns hier gerade befinden im Trinitatesquartier, hat man eingebäude, dass hier abgerissen worden ist, die Notkirche tatsächlich mit einer Feier verabschiedet.

00:23:11: Ich glaube, das ist schon mal gut.

00:23:12: Also dieses nicht einfach verschwinden zu lassen sondern sich einmal dessen bewusst zu werden, sich einmal bewusst zu verabschieden den Menschen die Gelegenheit geben, sich zu verabschieden.

00:23:22: Das ist glaub ich ein wichtiger Teil dieses Prozesses.

00:23:27: Renitatesquartier haben Sie gerade angesprochen und das war ja schon bei einem der Leuchtturmprojekte kann ich schon sagen oder?

00:23:34: Ja, auf jeden Fall.

00:23:36: Auch für uns war das jetzt in der Reihe das größte Projekt, dass wir zur Umsetzung gebracht haben und auch das Aufwendigste und dass es am längsten gedauert

00:23:43: hat.

00:23:44: Wir hatten die Möglichkeit ja in den letzten Tagen also vor allen Dingen auch gestern uns das Trinitat des Quartier genauer anzuschauen.

00:23:51: dankenswerterweise haben durch sie wirklich eine großartige Exkursion zu weiteren Projekten bekommen.

00:23:58: Erklären Sie mal für diejenigen, die nicht wissen was hier passiert ist.

00:24:02: Was das Trinital des Quartiers ist bzw.

00:24:04: was entstanden ist?

00:24:05: Man kann es nämlich mit eigenen Worten sehr schlecht und schwer beschreiben.

00:24:09: Es einfach zu viel!

00:24:10: Ja, es ist tatsächlich ein Quartier entstanden.

00:24:13: also wir haben hier eine sehr schöne Kirche stehen Die Hauptkirche von Altona Und um die Kirche herum war aber Altoner verschwunden nach dem Zweiten Weltkrieg Das ehemals dicht bebaut war auf einmal freie Fläche und ist in den Ideen der Stadtplanung, einer Nachkriegszeit eben auf freie Fläche geblieben.

00:24:33: Und im Laufe der Jahre ein wenig verwildert.

00:24:36: Es gab ja noch einen Pastorat und ein Gemeinderhaus – beides in die Jahre gekommen!

00:24:41: Dafür braucht es jetzt auch einen Ersatz.

00:24:45: Da überlagern sich verschiedene Prozesse, der Kirchenkreis war auf der Suche nach einem Standort für seinen Kirchen Kreiszentrum.

00:24:51: Nachdem er fusioniert war sollten alle Bereiche zusammengezogen werden.

00:24:55: dieser Standort hier ist diskutiert worden Ist es dann am Ende des Tages nicht geworden.

00:25:00: wir sind nach Niendorf gezogen.

00:25:02: damit gab es aber das Versprechen Hier wird was entstehen und die kirchengemeinde hier hatte schon über Jahrzehnte versucht eine Entwicklung loszutreten.

00:25:14: Das war noch nicht erfolgreich und wir haben das dann aufgenommen.

00:25:18: Wir haben in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Bezirk ein Projekt entwickelt, das jetzt als wie so ein kleines Dorf um die Kirche herum entstanden ist.

00:25:32: Die Kirche ist wieder Zentrum geworden von etwas, nämlich auch vom kirchlichen Leben das hier auch wieder entstanden und eingezogen ist.

00:25:38: Und ich finde auch immer oder du sagst es auch mal Michael, dass es auch ein Stück weit Stadtreparatur war, weil alles war hier, alles dicht bebaut – jetzt ist es nicht dichtbebaut sondern diese Idee der freie Fläche und des Parks, der sich hier durch die Stadt zieht.

00:25:50: Die haben wir aufgenommen, der Park zieht jetzt durch unser Quartier durch.

00:25:55: Es ist eine öffentlich zugängliche Fläche, es ist nicht privat abgeschlossen mit Zaunen sondern das ist einladend offen empfangt und lädt eben auch ganz viele Menschen wieder ein die hier ganz verschiedene Dinge erleben können.

00:26:07: Wir haben einen Gemeindehaus neu errichtet mit Pastorat.

00:26:11: Wir haben eine Pilgerherberge in der die auf der Pilgerroute liegt entweder man günstig übernachten kann.

00:26:18: Wir haben ein Gebäude errichtet, das eine Anlaufstelle für Menschen hat die aus der Obdachlosigkeit kommen.

00:26:25: Die sich dort tagsüber aufhalten können was zu essen bekommen und auch Fürsprache bekommen.

00:26:31: Wir haben einen Haus gebaut mit Wohnungen nach dem Prinzip Housing First Auch für Menschen aus der Wohnungslosigkeit.

00:26:40: wir haben geforderte Wohnungen Eine Kita Und hier oben in dieser Fläche sitzen die wir vermieten für Veranstaltungen für Workshops und solche Dinge.

00:26:50: Und das Ganze ergibt dann ein Konzept, soll sich gegenseitig ein bisschen unterstützen und bespielen.

00:26:56: durch die verschiedenen Räumlichkeiten können wir verschiedene Gruppen ansprechen.

00:27:00: also die Kirche ist natürlich in diesem Konzept der größte Veranstaltungsort den es gibt hier oben diese Fläche ein kleinerer.

00:27:07: Das Gemeinderhaus ist auch wieder eine Fläche für Veranstaltung.

00:27:10: Wir haben die Pilgerherberge kommunizieren und sich gegenseitig beleben, den Platz beleben.

00:27:19: Die Eltern aus der Kita die Kinder morgens hinbringen können noch ein Kaffee in dem Bistro zu sich nehmen.

00:27:25: Die Menschen aus dem Housing First haben nebenan die Anlaufstelle.

00:27:28: also es verzahnt sich sehr schön.

00:27:30: Und ich finde wie man auch jetzt gerade wieder erkennen kann wenn man hier über diesen freien Platz läuft mit kleinen Wimpeln geschmückt ist wo wir gar nichts mitzutun haben was alles von ganz alleine passiert.

00:27:41: hier ist Leben eingezogen Und das befruchtet sich gegenseitig und die Menschen, die hier wohnen fangen an diesen Platz zu schmücken weil sie hier feste feiern.

00:27:49: Das freut mich besonders!

00:27:50: Ja ich glaube dieser Platz ist auch noch mal ganz besonderes dass es ja ein Nichtraum wenn man jetzt an Gebäude denkt.

00:27:55: vorher war das eine Wiese und eigentlich war das nur Abstandsgrün wie man so klassisch sagt und jetzt ist das ein Raum der zum Feiern einlädt und hier wird auch gefeiert und das finde ich neben den ganzen Gebäuden auch nochmal schön.

00:28:07: so viele Kleinigkeiten die das lebenswert machen hier Große Freude!

00:28:12: Also absolut, man kann tatsächlich euphorisch werden.

00:28:14: Man kann wirklich durch jedem Hörer und jeder Hörerin empfehlen wenn sie in Hamburg sind.

00:28:20: schauen Sie sich das Trinitat des Quartier an es ist unweit von der Repa-Bahn zehn Minuten Fußweg vielleicht, wenn überhaupt.

00:28:27: Schauen Sie sich's an und übernachten Sie hier

00:28:29: in der Pilgerherberge?

00:28:30: Genau wir haben auch in der Pilger Herberge übernachtet, ist absolut zu empfeheln.

00:28:35: also wirklich die Euphorie ist nicht übertrieben absolut zu empfehlen.

00:28:42: Aber gab es eine Situation bei diesem Projekt, wo Sie gedacht haben, das schaffen wir dann doch nicht?

00:28:47: Das ist doch vielleicht ne Nummer zu

00:28:48: groß!

00:28:50: Na ja, schaffen wir nicht würde ich jetzt so nicht sagen.

00:28:52: aber schaffen wird das als Fragezeichen die Situation, die gab schon durch die Krisen der letzten Jahre also angefangen mit Corona und Ukraine hat sich bei den Baupreisen gewaltig was verschoben Und wir hatten zwar das Glück dass wir einen Teil der Summe, die wir hier finanzieren müssen frühzeitig aufgenommen haben.

00:29:12: Aber einen anderen Teil eben nicht.

00:29:14: und die Baukostensteigerungen, die schlug hier schon durch Und das waren ja Bewegung, die man so nicht kalkulieren konnte und die man auch nicht durch irgendwelche Sicherheiten abrufern kann.

00:29:27: Das hat uns schon die ein oder andere Sorgenfalte auf die Stirn getrieben.

00:29:32: aber ich finde da bewährt sich wieder So unser Umgang mit den Dingen, wir gucken immer welche Optionen haben.

00:29:39: Wir stecken nicht den Kopf in den Sand sondern gucken was ergibt sich jetzt für uns?

00:29:43: Was ergeben sich für Möglichkeiten und was kann man vielleicht noch mal ändern?

00:29:46: wo haben

00:29:46: wir eh

00:29:47: noch Fragezeichen was wir machen wollen?

00:29:49: und auf diese Art und Weise haben wir ja eine Nutzung und einen Stifter gefunden der uns dann unter die Arme gegriffen hat so dass wir jetzt wieder sehr zufrieden sein können mit dem Projekt wie es geworden ist.

00:30:00: Ja, und wir können das glaube ich gerne mal erwähnen.

00:30:03: Die Rheim-und-Zereistiftung hat hier annenswerten Betrag gestiftet und das Housing First hauseinlich ermöglicht und wir hätten wahrscheinlich aufgrund der Baukostensteigerungen diesen sozialen Standort so nicht realisieren können.

00:30:15: Wir sind sehr froh darüber, dass das möglich gewesen ist.

00:30:17: Das war immer von Anfang an die Konzeptidee und auch die Idee der Bürgerinnen und Bürger, die wir vor den Baumaßnahmen gefragt haben was soll denn hier eigentlich entstehen?

00:30:26: Hier gab es viel Obdachlosigkeit herum um die Kirche im Park.

00:30:30: Da gibt's jetzt einen Ort für immerhin sechsundzwanzig Personen aus der Obdachtlosigkeit gekommen sind.

00:30:36: Und da sind wir sehr frohr

00:30:37: drüber!

00:30:37: Toll wenn wir schon auf dieses Leuchtturm-Projekt gucken Was würden Sie noch als Leuchtturm-Projekt bezeichnen?

00:30:45: Beziehungsweise worauf sind sie, wenn sie jetzt sechzehn Jahre zurückblicken.

00:30:49: Also das Distinuitar des Quartiers ist auf jeden Fall.

00:30:51: aber gibt es weiter Projekte auf die sie besonders stolz sind und warum?

00:30:56: Ich würde sagen da gibt es reihenweise Projekten auf die wir stolz sein können oder über die ich mich freue.

00:31:04: Ich finde es großartig welche Nutzung wir haben.

00:31:06: also mir geht das gar nicht immer so sehr um die Architektur.

00:31:08: hier ist dass ja auch Architektonen schon herausragend.

00:31:12: Das trifft nicht auf alle Projekte im gleichen Maße zu, muss man auch eingestehen.

00:31:18: Aber was eigentlich alle Projkte zutrifft ist dass sie besondere Nutzungen haben und das ist für mich auch der Motivator.

00:31:24: warum mache ich das?

00:31:26: Einfach um so etwas zu ermöglichen also das Bauen für Menschen die sonst in der Gesellschaft eher schwer haben

00:31:32: und

00:31:33: die hier das Glück haben davon profitieren zu können und wo wir vielleicht ein bisschen dazu beitragen die Welten ganz kleines bisschen besser zu machen.

00:31:40: Und das ist das, was ich eingangs sagte.

00:31:41: Es geht eben doch nicht nur um Ertrag sondern es geht auch immer um die Inhalte.

00:31:46: und wenn ich mir unsere Mitarbeitenden angucke oder wenn ich mit ihnen spreche dann weiß ich auch warum arbeiten sie für uns?

00:31:52: weil Sie eine sinnstiftende Tätigkeit bei uns finden und nicht für irgendeine Firma die sechste Logistik Halle bauen müssen sondern sie bauen hier Frauenhäuser, sie bauen eine Suchtklinik, sie bau ein Kindergärten also Dinge Wo man danach auch das Gefühl hat, man hat was Gutes einfach der Gesellschaft gegeben.

00:32:14: Herr Bentak, was würden Sie für sich selbst als größten Erfolg sehen in den letzten sechszehn Jahren?

00:32:19: Das ist gelungen, es sechzehn Jahre lang zu bauen mit allen Wiedrigkeiten also... Wir haben es zum einen mit dem Ehrenamt in der Kirche zu tun, dass sich alle sechs Jahre ändert.

00:32:28: Da könnte ja auch eine sechs Jahre neuerpolitischer Wind gehen und das könnte entschieden werden, dass die Kirchenkreis sich mit dem Thema bauen hier beschäftigt.

00:32:35: aber wir haben jetzt schon über Dreisenodenden weggetragen dieses Thema.

00:32:39: Ich glaube, wir müssen uns auch für die Zukunft gar keine Sorgen machen.

00:32:42: Aber das weiß man am Anfang nicht!

00:32:43: Das ist, glaube ich tatsächlich ein großer Erfolg und ein weiterer großer Erfolg für mich ist dass wir so viel Vertrauen gewonnen haben, dass wir in unseren Projekten immer wieder in den Synoden wenn es darum geht die finanziellen Mittel genehmigt zu bekommen sehr große Zustimmung haben also fast Einstimmigkeit und das sind immerhin achtundachtzig Synodale die da zu entscheiden haben.

00:33:04: Das finde ich immer sehr großartig.

00:33:07: Sie haben gerade auch die soziale Verantwortung im Prinzip angesprochen, die ja hier auch in diesem Trinital des Quartier umgesetzt wurde.

00:33:13: Housing First hatten sie ja gerade genannt.

00:33:15: Wenn wir jetzt so auf die Gesellschaft, auf die aktuelle Gesellschaft schauen was macht Ihnen da gerade besonders Sorgen?

00:33:22: Naja also ich finde die Konkurrenz der verschiedenen Themen macht mir ein bisschen Sorg.

00:33:28: Also ich sehe zum Beispiel dass das Thema Klimaschutz total verdrängt wird durch andere Themen, die auch wichtig sind aber es wird so richtig in die dritte Reihe zurückgeschoben Und da weiß ich nicht, ob wir uns das gesellschaftlich so wirklich leisten können.

00:33:40: Also das ist etwas was mir Sorge macht und ich glaube wir müssen eben auch aufpassen dass das ein vor Augen ist wie sehr wir von der Demokratie profitieren.

00:33:53: Das wären so die beiden Dinge, die mir so spontan einfällt.

00:33:55: Ja wir machen Sorge, dass das Thema Ich im Mittelpunkt steht und nicht das Thema Wir.

00:33:59: Ich glaube als Gesellschaft ist man eben ein Wir und keine Vereinzeltung.

00:34:04: Und wenn man einzelne Menschen fragt die einzelnen Leben, dann fühlen sie sich ja einsam.

00:34:07: Die wollen es eigentlich gar nicht!

00:34:08: Aber ich first.

00:34:10: Ich first Autofahrer, ich first Fahrradfahrer... ...ich first Fußgänger.

00:34:13: Das erleben wir im Straßenverkehr überall und das erleben natürlich an anderen Stellen auch.

00:34:18: Und unsere Putiker auf der Welt gerade mit den großen Namen sind dabei, das weiterhin zu befeuern.

00:34:23: Ich First.

00:34:25: Aber wie ist da die Zusammenarbeit hier?

00:34:28: Freien und Hansestadt Hamburg gewesen, sie müssen ja logischerweise mit bei vielen Projekten auch an die kommunale Tür klopfen.

00:34:36: Funktioniert das gut?

00:34:38: Ja was sollen wir jetzt da auf diese Frage anhören?

00:34:41: Aber nein!

00:34:41: Wir können ganz ehrlich sein.

00:34:42: also ich finde es funktioniert sehr gut.

00:34:44: Also wir erfahren hier viel Unterstützung und ich glaube eben auch durch die Projekte die wir bisher umgesetzt haben so etwas wie Trinitat ist.

00:34:53: Ich würde jetzt nicht übertreiben, aber ich würde sagen in Hamburg kennt das inzwischen jeder dieses Projekt und jeder weiß auch wer das hier errichtet hat.

00:34:59: Also damit meine ich gar nicht so sehr Bauwerk sondern dass es eben Kirche ist die hier gebaut hat und wir stehen eben auch für das kirchliche Bauen in Hamburg und von daher wissen glaube ich unsere Partner in der Politik und auch in den Behörden und Bezirken wer wir sind und wofür wir stehen und das sind Werte die wir teilen.

00:35:18: also das sind ja auch Bedarfe die die Stadt genauso hat.

00:35:20: also die hat ja auch einen Anliegen Frauen irgendwo unterzubringen, die Gewalterfrauen gemacht haben oder die Menschen von der Straße zu holen.

00:35:29: Oder überhaupt Wohnraum zu schaffen.

00:35:31: also von daher haben wir eine sehr große Schnittmenge und ich würde sagen wir erfahren da sehr viel Unterstützung.

00:35:39: Also auch wenn das natürlich im alltäglichen Geschäft dann in der Umsetzung manchmal ein bisschen schwierig zwischendurch wird aber prinzipiell ist die Haltung uns gegenüber eine sehr positive und ich finde die Zusammenarbeit sehr gut.

00:35:51: Ja, ich möchte mich noch unterstreichen.

00:35:52: Ich glaube wir haben in der Vergangenheit einfach bewiesen dass man sich auf uns verlassen kann und das was wir versprechen umzusetzen am Ende des Tages auch halten.

00:36:00: Und ich glaube es ist ein großes Fund und das wird auch sehr gut gutiert dann.

00:36:05: Das Vertrauen ist ja in vielen Lebenslagen entscheidend natürlich auch bei Zusammenarbeiten ist ja ganz klar.

00:36:12: Wir versuchen uns auch umgekehrt an Prozessen der Stadt zu beteiligen.

00:36:16: also es gibt ja in viele Städten gibt es diesen Ausstandard E, der entwickelt wird.

00:36:23: Hier in Hamburg heißt das ja Hamburg-Standard.

00:36:25: Da gibt es Pilotprojekte die beweisen sollen dass man für drei tausend Euro Quadratmeter Wohnfläche bauen kann und natürlich haben wir uns mit einem Projekt daran beworben und unterstützen das auch und möchten das auch beweisen, dass das geht Und ich glaube so ist also ein gegenseitiges Geben und Nehmen und so muss das glaube ich auch sein.

00:36:46: Blicken wir kurz in die Zukunft?

00:36:47: Mit welchen oder an welchem Projekten arbeiten Sie gerade hier ähnlich großartig wie das Trinital des Quarzierwerten.

00:36:56: Wir haben zwei Pflegeeinrichtungen, die wir in der Entwicklung haben und die eine, die erwartet jetzt im Kürze die Baugenehmigung, hoffe ich sehr!

00:37:08: Beide Projekte finde ich sehr spannend weil wir uns darauf konzentrieren möglichst viel Bestand zu erhalten.

00:37:15: also es sind an den Standorten existieren schon Pflegeeinrichtung die in die Jahre gekommen sind und ersetzt werden müssen.

00:37:22: Und an beiden Standorten haben wir einen versuchten Weg zu finden, wie man möglichst viel von dem Bestand erhalten kann – wie man das umbauen, umnutzen kann und erweitern kann.

00:37:31: Das ist für uns ein neues Thema aber ich finde es ist ein ganz wichtiges Thema und das ist ja ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

00:37:40: Ich hoffe aber auch einen Schritt in richtung Wirtschaftlichkeit weil Masse, die da verbaut ist erhalten können.

00:37:47: Also wenn der Rohbau stehen bleibt dann muss ich das auch irgendwie in der Wirtschaftlichkeit bemerkbar machen und bei einem Projekt an das ich gerade denke Das wird eine Aufstockung erhalten und die Aufstockungen wird in einer Stroh-Ballenbauweise wollte ich grad sagen aber es ist eigentlich ein Holzrahmenbau ausgefacht mit Stroh so ist es korrekt formuliert Ausgeführt werden.

00:38:08: da freue ich mich sehr darauf dass wir Ich vermute mal in Hamburg den ersten geförderten Wohnungsbau ins Stroh-Bauweise mit Lehmputz errichten werden.

00:38:20: Ja, das wird sehr spannend weil es auch besonders gepflichtet werden muss.

00:38:23: da kann man nicht zum Baumarkt gehen und die Farbeinnen auftragen.

00:38:25: Das muss also der Mieter irgendwie verstehen.

00:38:28: Das ist dann auch überallergen Also für Menschen die mit Baustoffen Schwierigkeiten haben das würdest glaube ich in Hamburg auch kein zweites Mal geben dass es sozialen Wohnungsbaugibt für diese Personengruppe.

00:38:37: Und wir haben uns vorher gefragt wie einfach unseren Mitarbeitern beibringen, dass man das auch so vermittelt.

00:38:43: Und wenn wir fertig gebaut haben darf da jeder mal Probe wohnen.

00:38:46: Also dass man selbst erfährt wie sich in einem solchen Objekt wohnt damit man es auch gut ist.

00:38:50: Ich sage jetzt mal bewusst verkaufen kann also gut dem Mieter vermitteln kann die man damit umgeht.

00:38:55: und weil das für uns neu ist und wir uns natürlich Und zwar mutig durch die Gegenbewegen, haben wir tatsächlich mal einen Wochenende ein Strohbauseminar bezogen und haben einfach mal ausprobiert.

00:39:04: Wie geht das eigentlich?

00:39:05: Um auch Vertrauen zu entwickeln mit Fachleuten zu sprechen nicht nur aus dem Buch zu lesen ja man kann das machen Das war sehr hilfreich.

00:39:12: Man muss vielleicht gestehen dass es bei uns beiden so ein bisschen hobby.

00:39:16: Wir haben beide alte Häuser, haben die selbst saniert in einer Eigenleistung und da kam auch schon der Lehmputz zur Anwendung.

00:39:23: Und wenn man das mal gemacht hat... Also es ist ein schönes Material!

00:39:26: Man kann das gut in der Hand haben, das verätzt eigentlich die Haut und vor allen Dingen wenn er's dann verbaut ist nimmt es Gerüche auf, es reguliert die Feuchtigkeit.

00:39:34: also es ist sehr angenehmes Wohn darin.

00:39:36: Also von daher ist es auch was uns privatspaß macht und was wir denn jetzt auch gerne mal beruflich zur Umsetzung bringen

00:39:41: möchten.

00:39:42: Sehr schön Privat Spaß macht als auch ein gutes Stichwort.

00:39:45: Zum Abschluss unseres Podcasts dann wechseln wir traditionell nochmal so bisschen die Perspektive und lernen unsere Gäste ein bisschen persönlich erkennen, sie hätten ja im Prinzip schon von einem oder anderen die Hobbys oder Leidenschaften so kurz ein bisschen aufgelistet.

00:40:01: Herr Heidmann Triathlon!

00:40:03: Wie guckt man zum Triathlon?

00:40:06: Ja eigentlich durch Corona.

00:40:08: also in der Coronazeit habe ich so verschiedene Dinge angefangen auch das Segeln zum Beispiel.

00:40:14: Aber ich hatte mich gefragt, was mache ich denn jetzt für ein Sport?

00:40:17: Und das, was ich vorher gemacht hat, konnte ich nicht mehr machen.

00:40:19: Weil ich das in der Gruppe gemacht habe und das ging halt alles nicht.

00:40:21: Was aber ging... man konnte sich hier in den Schwimmbädern so Time Slots mieten!

00:40:27: Dann hatte man quasi eine Bahn für sich alleine und da war man zu siebt in einem Schwimmbad und konnte schwimmen.

00:40:31: Das hab' ich ne Zeit lang gemacht.

00:40:35: Ich bin immer schon sehr viel Rad gefahren und früher in Hamburg auch bei den Cyklassics mitgefahren.

00:40:40: Die Veranstaltung ist immer größer und größer geworden.

00:40:44: Und irgendwann, als so meine Familie am Straßenrand stand und meine drei kleinen Kinder mir gewunken haben, habe ich gedacht es wird mir zu gefährlich.

00:40:52: Ich hatte eine Veranstaltung gesucht die ein bisschen kleiner ist... ...und dann hab' ich gedacht neuer, dann kombiniere ich mal das Schwimmen mit dem Radfahren.. ..und dann laufe ich noch ein bisschen und dann kann man Triathlon machen!

00:41:01: Aber ich bin ja kein Triathlon-Profi sondern ein absolut blutiger Anfänger und das auch nur auf Sprintstrecken bisher.

00:41:08: Ich möchte aber im nächsten Jahr mal versuchen das ein bisschen auszubauen

00:41:11: Okay.

00:41:12: Aber Anfänger heißt ja trotzdem, dass man intensiv trainieren muss weil sonst kann man auch die kleinsten Wettkämpfe nicht bestreiten.

00:41:18: jetzt haben sie aber auch erwähnt Sie haben Familie drei Kinder im Beruf der sich sicherlich auch ziemlich einspannt.

00:41:24: sagen sie mir wo bleibt er die Zeit für das Training?

00:41:27: Das frage ich mich auch manchmal.

00:41:28: also ich habe so eine Lücke gefunden vor der Arbeit.

00:41:31: Neben den drei Kindern hab' ich auch noch einen Hund Auch noch.

00:41:34: Und der muss auch mal vor die Tür und das heißt, wenn ich mit dem Hund morgens spaziere gehen, ob ich jetzt mit ihm gehe oder ob ich mit ihm laufe, spielt eigentlich eine Rolle.

00:41:42: also gehe ich mit den laufen und auch das Schwimmen mache ich tatsächlich vor der Arbeit weil wir praktischerweise schräg gegenüber vom Büro einen Hallenbad haben.

00:41:51: Wir haben das große Glück dass wir Betriebssport, also nicht Betriebssports sondern Wellpass über den Arbeitgeber finanziertes Sportangebot haben und das nutze ich dann gerne aus und gehe dann kurz vorher nochmal schnell schwimmen

00:42:03: Genau.

00:42:03: Und Sie hatten gesagt, der nächste Triathlon ist nächstes Wochenende?

00:42:07: Nee wie war das?

00:42:07: Ja am Samstag jetzt!

00:42:09: Ach jetzt also ja gut ein paar Tage hin weiß gar nicht ob wir den Podcast dann schon veröffentlich haben aber macht ja nix.

00:42:15: auf jeden Fall wissen wir dann schon wie es ausgegangen ist und wir drücken schon mal die Daumen dass es funktioniert und dass das nächste Arm bändchen denn auch kommt was er ziemlich lange halten soll.

00:42:23: Herr Bentag Wir hätten auch von Ihnen gehört Was war dabei?

00:42:26: Radfahren fotografieren kochen backen.

00:42:31: Was sticht jetzt für Sie besonders heraus?

00:42:34: Das kann ich gar nicht so richtig abwägen.

00:42:36: Also das ist immer kommt in Wellen und geht in Welle, im Moment ist tatsächlich das Backen wieder sehr am Vordergrund gerückt weil ich tatsächlich mein eigenes Brot seit zehn Jahren backe und dafür Spaß dran habe und dass auch geschmacklich viel besser finde.

00:42:48: ob es ökologischer ist weiß ich gar nichts aber das ist eine andere Fragestellung Und es ist für mich immer dann wichtig, dass ich in diesen Bereichen denn abschalten kann.

00:42:56: Also wenn ich zum Beispiel fotografieren gehe, dann tu' ich das wirklich voll und ganz.

00:42:59: Und denke auch nicht ans Büro was ich sonst eigentlich immer tue.

00:43:02: Als Architekt kann man sich dem ja nicht erwirren.

00:43:04: also die ganze Stadt ist voll Architek-Tour.

00:43:06: Wenn ich um die Ecke gehe sehe ich irgendwas und das triggert irgendein Gedanke.

00:43:09: Beim Radfahren kenne ich das ganz gut beim Backen kann ich das gut und beim Fotografieren kann es tatsächlich am besten.

00:43:15: Jere Kollegin die Jessica die meinte Du musst den Herrn Bentak unbedingt auf die verschiedenen Mehlsorten Ansprechen dies gibt und die auch irgendwie so eine Leitenschaft sind.

00:43:25: Ich weiß es gar nicht, wo da die Leitenschaft steckt.

00:43:27: Aber das müssen Sie mir erklären!

00:43:31: Was ich total spannend finde ist dass man mit einem Mehl auf unterschiedliche Art und Weise der Zubereitung ein ganz anderes Brot backen kann Und es gibt also Weizenmehljahr von vierhundert, fünfhundert und fünfzehn verschiedenen Malgraden.

00:43:43: Das ist schon sehr beeindruckend!

00:43:44: Ich habe so immer fünfzig bis hundert Kilo Mehl im Keller weil wir das immer in größeren Gewinden kaufen, weil wir's auch von der Biomühle direkt beziehen und das ist glaube ich das was sie schon sehr speziell findet.

00:43:54: normalerweise geht man das Kilometer im Supermarkt kaufen.

00:43:57: das haben wir schon lange sein gelassen.

00:44:00: Es gibt ja auch viele Urkorngetreide-Sorten und das is spannend wie sich geschmackt tatsächlich durch das Korn im Brot vollständig verändert.

00:44:09: Ich glaube, dass merkt man erst wenn uns einmal auch probiert hat.

00:44:12: ja der jetzt als Außenstehender nicht davon viel weiß bekommt es erst mit wenn er's glaub ich getestet hat.

00:44:17: Ja also das Brotbacken ist eine sehr sinnliche Eigenschaft.

00:44:20: das macht mal alles mit den Händen und das Endproduk kann man dann in die Hand nehmen und tatsächlich aufheißen.

00:44:24: Das fühle ich großartig!

00:44:27: Sehr schön.

00:44:28: Jetzt haben wir wirklich schon forty fünf Minuten dem Podcast bestreiten.

00:44:31: ich finde es war total kurzweilig könnten jetzt auch stundenlang weiter reden über das ein oder andere Projekt und was sie auf alles auf den Weg bringen.

00:44:41: Ich gebe Ihnen das letzte Wort, was brennt Ihnen auf der Seele?

00:44:44: Was würden Sie vielleicht auch den Kirchen mitgeben wenn Sie an den Transformationsprozess denken in dem wir uns gerade so mittendrin befinden?

00:44:50: Transformationsprozesse aus einem großer Begriff ja aber es ist ja so.

00:44:53: die Kirche steht vor großartigen Veränderungen die Gesellschaft überhaupt.

00:44:57: Was fällt Ihnen ein?

00:44:58: Was würde Sie gern den Hörerinnen und Hörern mit auf den weg geben?

00:45:02: einen Aufruf, keinen Mangel zu verwalten.

00:45:05: Ich habe das Gefühl wir sind so in Mangelverwaltung und ein Wort dass ich komplett ablehne ist dieses Gesundheitsschrumpfen weil ich mich immer frag wann ist denn gesund?

00:45:15: also wie viel muss ich schrumpfe?

00:45:16: Und auf welche Zeit schrumphe ich denn hin?

00:45:19: Was passiert dahinter?

00:45:20: Schrumpf ich mich dann noch mal gesund?

00:45:22: Also Mangel Verwaltungen, Gesundheits-Schrumpen geht damit weg und wir brauchen Ziele und müssen überlegen Was wollen wir mit unserer Arbeit machen und dann überlegen, was brauche ich dafür für Gebäude?

00:45:34: Und also lieber einer Vision hinterhergehen als diesen.

00:45:37: Wir sparen uns jetzt gesund.

00:45:40: Ja, ich würde es gerne noch verstärken.

00:45:41: Ich glaube ja das hat wer heute auch in verschiedenen Positionen erläutert.

00:45:45: Das gibt immer eine Möglichkeit ein Projekt umzusetzen.

00:45:48: aber man muss sich auch daran beschäftigen dass nicht alle wünsche umsetzbar sind Aber den Ort erhält und großartig was schafft, ist das so viel wert.

00:45:57: Dass man das, was man vielleicht auch nicht erreichen konnte, gerne vergessen darf.

00:46:02: Herr Wendtaker-Heidmann!

00:46:03: Vielen vielen Dank für dieses Gespräch und danke dass wir Gast jetzt zwei Tage lang bei Ihnen sein durften.

00:46:07: Es war eine tolle Erfahrung, tolle Projekte wie gesagt.

00:46:10: Wir können nur jedem empfehlen hier zum Trinitat des Quartiers zu kommen und sich mal dieses schöne Projekt, dieses schöne Quartierprojekt, stimmt der nicht?

00:46:18: Dieses schöne Quarteer anzuschauen Und gleichzeitig hier zu wohnen in der Herberge natürlich.

00:46:23: Tolle Sache!

00:46:24: Also vielen, vielen Dank.

00:46:25: Ihnen alles Gute und bis zum nächsten Mal würde ich sagen.

00:46:28: Vielen Dank

00:46:28: auch Danke.

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